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Tuesday 20 October 2009, 13:40
Collagenroman PDF Print E-mail
Written by Administrator   
Monday, 30 March 2009 13:29
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Collagenroman "AUS DEN ERINNERUNGEN DES ANTONIO H."

ein Collagenroman von EDUARD SÖLLNER 1982

Texte: EDUARD SÖLLNER 2003


Der Roman entstand 1982 als fiktive Lebensgeschichte einer neuen

Erlöserfigur, die das Ende der Welt vorbereitet. 

Viele der Blätter wurden im laufe der Jahre aus dem Zusammenhang gerissen und als Buchillustrationen verwendet.

z:B: Siggy Serr, Manfred Schwab und Andere.

Renate Gerhardt (Gerhardt Verlag, Berlin)  hatte sich lange bemüht eine Realisierung als Buch zu ermöglichen, jedoch konnte das

Finanzierungsproblem nicht gelöst werden.

2003 habe ich dann, angeregt durch den amerikanischen Einmarsch im Irak in einer Nacht die Blätter neu geordnet und

die Texte dazu geschrieben.

Schnell, spontan und mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch!

 

Ich konnte meinen langjährigen Freund Manfred Vogel dazu bewegen, ein Vorwort das ich Ihnen nicht vorenthalten will,

zu schreiben.

 

Erinnerungen des Antonio H.

An einem Ort, wo ich noch nie war, könnte mir Antonio H. begegnet sein. Flüchtig. Ein paar kurze Sätze gewechselt.

Einer musterte den anderen, Begleitdialog der Augen.

Erkennen: ein Geistesverwandter. Nach einer Zigarettenlänge schritt jeder seines Weges und unten glitzerte der Fluß wie vor tausend Jahren.

Spanien, Toledo, eine alte Brücke... Vielleicht.

 

Dem Sinn gemäß, äußerte einer in der Runde, beschrieb es Henry Miller: "Sich zu erinnern ist die Sendung des Menschen auf Erden."

Man stutzte, dann brach man in unbändiges Gelächter aus, das allmählich abebbte und Nachdenklichkeit wich. Denn es war viel dran

an der Essenz jenes Satzes, denn waren es nicht ausschließlich Erinnerungen, welche Gegenwart würzen? Süß, bitter, je nach dem.

 

Wenn Erinnerung verblaßt, dann an der Oberfläche. Tief in uns wühlen sie weiter und kehren in unseren Träumen wieder. unverhofft,

jäh, bestürzend und nichts desto weniger beglückend.

So lange man lebt ist nichts vorbei, ist irgendwie noch vorhanden. Wie auf einer Festplatte. Man kann ihren Inhalt zwar löschen, aber sicherer

ist ein gezielter Hieb mit dem Vorschlaghammer - so gerät nichts in unbefugte Hände.

 

Antonio H. weiß um den Fluch des elektronischen Zeitalters. Er badet lieber in Erinnerungen, als gute alte Zeiten noch um die Ecken von

gestern und vorgestern schimmerten. Weit weg und doch irgendwie greifbar.

Als die Geschlechter noch klar unterscheidbar in Männer und Frauen und sich nicht bekriegten.

 

Solcherlei kommt mir beim Betrachten der Collagen in den Sinn. Ahnend, daß jemand anders es anders sieht.

Wohl dem ... Dem Interpretieren sind keine Grenzen auferlegt. Lese jeder aus dem Collagenroman, was er will.

Ich bin sicher, für jeden ist etwas dabei - sofern er sehen kann, lesen, denken.

So könnte jeder, vermute ich, jeder der Collagen seinen eigenen Text, seine eigene Interpretation drunter setzen.

 

Wenn das keine Einladung zu gewisser Kurzweil ist, zu Unterhaltung einer anderen Art?

 

Soweit men Freund Manfred - und nun gute Unterhaltung mit den Roman!

Last Updated on Saturday, 04 April 2009 14:33
 

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